STYLING & IMAGE

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Neutrale Outfits ansprechend und attraktiv gestalten

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Neutrale Outfits aufpimpen

Sie gehören zu den Basics in jedem Kleiderschrank: Einfarbige, sprich neutrale, Outfits. Sie lassen sich super kombinieren und stylen. Eine in meinen Beratungen oft gestellte Frage lautet: „Wie mache ich mein neutrales Oberteil und mein Outfit interessanter?“

Wer auch noch das Gefühl hat, es fehle das „gewisse Etwas“ bei seinen einfarbigen Outfits, der kann sich hier ein paar Inspirationen holen, wie man monochrome Outfits interessanter machen kann. 

Ich arbeite mich mit meinen Tipps von oben nach unten. Fangen wir also mit dem Kopf an: 

Aufpimpen mit großen Ohrringen

Auffällige Ohrringe sind ein Hingucker. Große und besonders gestaltete Ohrringe ziehen die ganze Aufmerksamkeit in das Gesicht der Trägerin. Genau da soll er ja auch hin 😉 Besonders stimmig wirken die Preziosen, wenn sie farblich und vom Stil her zur Trägerin passen. Ich liebe diese Art von Extravaganz, Du auch?

Sonnenbrille und/oder Lesebrille

Brille als Accessoire

Eine Sonnenbrille in den Haaren oder die Lesebrille lässig in den Ausschnitt geklemmt, macht jedes Outfit direkt eine Idee stylischer. Selbst da wo sie hingehören, auf die Nase, sind sie coole Styling-Booster.  

 

Frau mit verspiegelter Sonnenbrille

Der Trick mit knallrotem oder auffälligem Lippenstift

Eine weitere Methode, den Blick weg vom monochromen Outfit ins Gesicht zu lenken ist es, einen knallroten der farblich auffälligen Lippenstift zu tragen. Je kräftiger (aber bitte immer noch stilvoll) das Make up gestaltet ist, desto festlicher und eleganter wirkt der Auftritt. Worauf es ankommt, habe ich hier bereits beschrieben. 

Selbst nach einem Essen lässt sich Lippenstift problemlos wieder auffrischen und der besondere Look bleibt so erhalten. 

rote Lippen

Lange Ketten oder Statement-Ketten

Kette auf neutralem Shirt

Der Lieblingstrick aller Frauen, wenn es schnell und unkompliziert sein soll: Lange Kette auswählen und fertig. Sofort wirkt das Outfit aufgewertet, der Blick in die Taille bzw. zum Anhänger der Kette gelenkt. Natürlich gibt es auch bei der Wahl der richtigen Kette etwas zu beachten: 

  • die Kette muss zum Stiltyp und zur Stilfacette passen 
  • eine große Statement-Kette steht nicht jeder Frau. Probiere es aus. Wenn Du Dich von der Kette „erdrückt“ fühlst, stimmen vielleicht die Proportionen nicht mehr. 
  • lange dünnere Ketten, oder lange Perlenketten, treten gerne gemeinsam mit ihren Artgenossen ins Rampenlicht. Der Look lebt davon, dass Ketten gelayert, also mehrere übereinander, getragen werden.
lange Kette auf gelben Pulli, Leostyle-Rock

Oberteil mit Cut outs und Kette

Shirt mit Cut outs und Kette

Aber auch Cut outs an Oberteilen werden zum „besonderen Etwas“. Besonders schön mit Halskette. Ich mag es ja gerne etwas extravagant und auffälliger.

Dieses Shirt ist zwar aufgrund seiner off-white Farbe als neutrales Oberteil einzustufen, durch die Cut outs wird es jedoch zum Hingucker.

Rock A-Linie, Rollkragenpulli

Tücher und Anstecknadeln als Allrounder

Styling mit Tuch
Styling mit Tuch

Ein geschickt eingesetztes Tuch oder eine Brosche/Anstecknadel können Wunder bewirken. Ein Seidenschal bzw. Tuch keck um den Hals geschlungen, geknotet, als Schleife oder offen getragen, schon bleibt von einem langweiligen oder tristen Oberteil nichts mehr übrig. Besonders modemutige stylen ihren Schal als Bandana, also als Kopftuch. 

 

Wen die Tücher auf dem Oberkörper nur nerven oder wer nicht so affin mit den Knotentechniken ist, der kann auch wunderbar ein Tuch um den Henkel der Handtasche knoten. Voilà! Schon hat man das „gewisse Etwas“. 

Hingucker am Arm und Handgelenk

Nickitücher oder kleine Seidenschals lassen sich strategisch geschickt platziert als Armreifen-Ersatz um das Handgelenk knoten. Probiert es einmal aus! 

Ärmel haben das Potential, die Handgelenke zum Blickfang zu machen. Besonders, wenn es sich um Trompetenärmel handelt. Sie geben nicht nur der Silhouette Schwung, sondern lenken den Blick auf die Handgelenke. Siehe Foto weiter unten (geblümte Hosen). Alle Arten von Armreifen, die zur Stilfacette passen, kommen dann besonders gut zur Geltung. 

Etwas Vorsicht sollte man bei Puffärmeln walten lassen. Sie lassen die Schultern und Oberköper schnell breit und massig erscheinen. Besonders Frauen mit sogenannter V-Figur sollten hier besser zweimal hinschauen.

Styling mit Anstecknadel
Styling mit Anstecknadel
Twilly Handgelenk
Twilly Handgelenk

Broschen und Anstecknadeln sind das neu wiederentdeckte Trend-Accessoire. Unsere Mütter und Großmütter trugen sie ständig, später waren sie als “altbacken” verpönt. Nun sind sie wieder Trend und dürfen gerne auch auffällig sein. 

Blazer, Cardigan oder Weste

Als drittes Teil zum Outfit sind ein Blazer, Cardigan oder Weste ideal. So verschlankt und verlängert man idealerweise die Silhouette. Wenn z. B. der Blazer noch interessante Details aufweist, wie Steppungen, Applikationen, Farbspiele oder Strasssteine, wird das Outfit zum Hingucker. 

Auch kann man mit diesen dritten Outifit-Pieces wunderbar eine streckende Farbklammer bilden, etwa untendrunter und die Hose in dunkel tragen und den Blazer (Gardigan, Weste) passend dazu kombinieren. 

 

 

Frau kurvig blauer Blazer

Wie man auf dem Foto sieht, ist ein leicht taillierter und farblich passender Blazer ein idealer Partner für das darunter getragene monochrome Shirt. Die lange Kette lenkt den Blick zudem in die Taille. 

Blazer im Laden

Gürtel mit toller Schnalle

Gürtel Leoprint

Wer seinen Blick in die Körpermitte lenken möchte, dem empfehle ich Gürtel mit toller Schnalle gegen die Langeweile im Outfit zu tragen. Da aber die Taille und der Bauch im Blickpunkt stehen, sollte bei etwas mehr Bauch die Gürtelschnalle weniger üppig ausfallen und auch die Breite des Gürtels muss bei einem Bäuchlein sorgfältig gewählt werden. 

Ein Gürtel sieht dann toll aus, wenn er zur Hose mit Gürtelschlaufen (alte Styling-Regel: Jede Hose, die über Gürtelschlaufen verfügt, sollte mit einem passendem Gürtel getragen werden), passt. Er sollte möglichst unauffällig gestaltet sein und das Oberteil sollte locker in die Hose oder den Rock gesteckt sein (auch „Half tuck“). Wird darüber dann Blazer, Cardigan oder Weste getragen, so ist ein Bäuchlein geschickt kaschiert. 

Taillengürtel mit Schmuckschnalle

Wird ein Gürtel zum Kleid getragen, sieht es besonders schlankmachend aus, wenn er an der schmalsten Stelle des Körpers sitzt. Vorgefertigte seitliche Gürtelschlaufen am Kleid sollten vorsichtig abgeschnitten werden, denn sie sitzen meist zu tief und nicht an der idealen Stelle.

Über Taillengürtel hatte ich bereits hier geschrieben.

Bunte oder gemusterte Hosen

Taillenhose mit Blumenprint
Oberteil mit Trompetenärmel, geblümte Hose

Gemusterte oder bunte Hosen sind der perfekte Partner für unifarbige Oberteile. Sie ziehen den Blick ganz alleine auf sich. Je auffälliger die Hose gestaltet ist, desto weniger wichtig wird das Oberteil.

 

Es sollte halt von Stil und Farbe her passen. Wer hierzu einen groben Strickpulli tragen würde, zieht wiederum den Blick auf den Stilbruch, da die sommerlich geblümte Taillenhose kein idealer Begleiter wäre. 

Sommerhose mit floralem Muster

Schuhe und Stiefel

Auffällige Schuhe oder Stiefel, egal ob farbig oder gemustert, von besonderem Material oder mit ausgefallener Sohle/Absatzform, ziehen den Blick auf sich. Hast Du Lust auf mehr Kreativität im Alltag? Animal-Print, Seide, Samt, Schmucksteine, Pailletten, Prägeleder oder Metallic-Look: viel Spaß bei der Fußshow! 

Besonders gut zur Geltung kommen diese Schuhe, wenn der Knöchel im Blickpunkt steht. Entweder unbestrumpft oder z. B. mit Netzstrümpfen erhält der Schuh einen „Wow“-Faktor.

Der Trick, um optisch zu strecken

Wer optisch die Silhouette strecken und von Problemzonen ablenken möchte, kann den Ohrring-Trick mit dem Schuh-Trick verbinden. So geht der Blick ratz-fatz vom Kopf runter zu den Füßen – die Körpermitte wird weniger wahrgenommen, vor allem, wenn sie in dunklen neutralen Farben behalten wird. Es entsteht quasi ein senkrechter „Schlankmach-Blickverlauf“.

Schuhe verschiedene Absätze

So, nun habe ich mich von Kopf bis Fuß runtergearbeitet. Ich hoffe, es war der ein oder andere Tipp für Dich dabei. Wenn Dir Deine neutralen Basics mal zu langweilig sind, weißt Du ja jetzt, wie Du Dein Outfit aufpimpen kannst.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

MODE- & STYLE-BLOG

|     Tina Sarau     |